Was ist das / Wie funktioniert es
Solarleitungen transportieren sehre Temperaturspitzen vom Dach zum Speicher. Das Zubehörsortiment stellt die fachgerechte Montage dieser thermisch hochbelasteten Rohrleitungen sicher:
Wesentliche Zubehörteile:
- Schnellverschraubungs-Sets: Ermöglichen den werkzeuglosen Übergang von Edelstahl-Wellrohr auf zylindrische Glattrohrstutzen oder Außengewinde.
- Hochtemperatur-Dämmhüllen: Vorgeformte Dämmschalen aus EPDM-Schaum zur nachträglichen Isolierung von Verbindungsstücken, Ventilen und Bögen, damit keine Kälte- oder Wärmebrücken entstehen.
- Dichtungssets: Hochtemperaturbeständige, asbestfreie Flachdichtungen (z. B. auf Basis von Aramidfasern und NBR), die bei Stagnationstemperaturen nicht verspröden.
- Montagebügel und Halterungen: Speziell geformte Doppelschellen zur parallelen Führung von Vor- und Rücklaufleitungen.
Wann ist es sinnvoll
Spezialzubehör für Solarleitungen ist unverzichtbar für Betriebssicherheit:
- Abgrenzung zu normalen Heizungsarmaturen: Standardmäßige Dichtungen aus EPDM oder Gummi lösen sich bei Dauertemperaturen über 110 °C im Solarkreis auf; Solar-Dichtungen halten typischerweise etwa bis zu 200 °C stand.
- Lückenlose Isolierung: Jede ungedämmte Verschraubung auf dem Dach oder im Keller strahlt kontinuierlich wertvolle Sonnenwärme ab.
- Reparatur und Verlängerung: Spezielle Rohrverbinder erlauben das dichte Zusammenfügen von Reststücken ohne Strömungsengpässe.
Worauf achten
Bei der Installation sind handwerkliche Regeln maßgeblich:
- UV-Schutz im Außenbereich: Alle im Freien liegenden Dämmungen und Zubehörteile müssen mit einer UV-beständigen Schutzfolie umwickelt oder vor Vogelpick geschützt werden.
- Drehmoment der Verschraubungen: Überwurfmuttern müssen mit dem herstellerspezifischen Drehmoment angezogen werden, um das Wellrohr nicht abzuscheren.
- Keine Weichlotverbindungen: Verbindungen im Solarkreis dürfen keinesfalls weichgelötet werden, da Weichlot bei sommerlicher Stagnation schmelzen kann. Es darf nur hartgelötet, gepresst oder geschraubt werden.
Häufige Fragen
Warum darf man im Solarkreis keine Standard-Sanitärdichtungen verwenden?
Standard-Gummidichtungen zersetzen sich bei Temperaturen bei typischerweise über etwa 100 °C rasch. Im Solarkreis treten bei Stillstand typischerweise Temperaturen von über etwa 150 °C auf, die Spezialdichtungen aus Aramid erfordern.
Wie werden zwei Solar-Wellrohre miteinander verbunden?
Mit einem speziellen Doppelnippel und zwei flachdichtenden Schnellverschraubungen, die eine vollständig dichte Verbindung ohne Schweißen oder Löten herstellen.
Warum müssen Solarleitungs-Dämmungen gegen Vögel geschützt werden?
Vögel und Marder picken weichen Dämmschaum gerne auf, um Nistmaterial zu gewinnen. Eine reißfeste Folienummantelung verhindert diesen Lochfraß zuverlässig.
Darf man Kupfer-Solarrohre weichlöten?
Nein, Weichlot schmilzt bei sehren Stagnationstemperaturen. Im Solarkreis sind nur Hartlötungen mit Silberlot, metallisch dichte Klemmringverschraubungen oder Hochtemperatur-Pressungen zulässig.