Was ist das / Wie funktioniert es
Eine elektronische Drucksteuerung (oft auch als Presscontrol oder Schaltautomat bezeichnet) wird direkt in die Druckleitung einer Pumpe montiert. Sie vereint Drucksensor, Strömungswächter, Rückschlagventil und Steuerelektronik in einem kompakten Gehäuse.
Wird im Leitungsnetz ein Wasserhahn geöffnet, fällt der Leitungsdruck unter einen vordefinierten Einschaltdruck (typischerweise etwa 1,5 bis 2,5 bar). Der Drucksensor registriert diesen Abfall und startet den Pumpenmotor. Sobald kein Wasser mehr entnommen wird, registriert der Strömungssensor das Stoppen des Durchflusses und schaltet den Motor mit einer Nachlaufzeit von typischerweise etwa 5 bis 10 Sekunden wieder ab.
Wann ist es sinnvoll
Drucksteuerungen rüsten herkömmliche Tauch- oder Gartenpumpen zu vollautomatischen Wasserversorgungsanlagen auf.
In der Abgrenzung zu mechanischen Druckschaltern mit Membrankessel schaltet die elektronische Durchflusssteuerung verlässlich bei jedem Zapfvorgang und verhindert Druckstöße. Allerdings startet die Pumpe auch bei kleinsten Entnahmen (z. B. Tropfwasser), weshalb bei leckageanfälligen Netzen mechanische Druckschalter mit Ausgleichsbehältern vorteilhafter sein können. Viele moderne Drucksteuerungen bieten zudem einen integrierten Trockenlaufschutz.
Worauf achten
Der maximale Betriebsdruck der Steuerung (typischerweise etwa bis 10 bar) und die zulässige elektrische Schaltleistung (typischerweise etwa 1,5 bis 2,2 kW) müssen zum Pumpenmotor passen.
Die Einbaulage ist meist senkrecht vorgeschrieben, damit das integrierte Rückschlagventil durch Schwerkraft sauber schließt. Zwischen Pumpe und Drucksteuerung darf keine Entnahmestelle abgezweigt werden, da andernfalls die Strömungserfassung fehlerhaft arbeitet.
Häufige Fragen
Welche Aufgabe hat der Trockenlaufschutz in der Steuerung?
Er schaltet den Pumpenmotor innerhalb von typischerweise wenigen Sekunden ab, wenn saugseitig kein Wasser mehr fließt, um Überhitzung zu verhindern.
Kann der Einschaltdruck verstellt werden?
Bei vielen Modellen lässt sich der Einschaltdruck über eine Einstellschraube typischerweise im Bereich von etwa 1,5 bis 3 bar anpassen.
Benötigt man zusätzlich ein Membrandruckgefäß?
Ein kleines Ausdehnungsgefäß (typischerweise etwa 1 bis 2 Liter) ist oft sinnvoll, um Takten bei minimalen Tropfverlusten zu unterbinden.
Wie reagiert die Steuerung bei einem Stromausfall?
Nach Wiederkehr der Netzspannung startet die Steuerung typischerweise automatisch neu und prüft den Systemdruck.