Was ist das / Wie funktioniert es
Trinkwasserpumpen sind Kreisel- oder Verdrängerpumpen, deren medienberührende Bauteile aus trinkwasserzugelassenen Werkstoffen wie Edelstahl, bleifreier Bronze oder UBA-konformen Kunststoffen bestehen.
Sie finden Verwendung als Zirkulationspumpen im Warmwassernetz oder als Druckerhöhungsanlagen in mehrgeschossigen Gebäuden, in denen der Versorgungsdruck des Wasserwerks für obere Stockwerke nicht ausreicht. Sie arbeiten mit hoher Regelgüte und halten den Versorgungsdruck über frequenzgesteuerte Motoren auch bei schwankenden Entnahmemengen auf einem konstanten Niveau (typischerweise etwa 3,5 bis 4,5 bar).
Wann ist es sinnvoll
Der Einsatz ist geboten bei unzureichendem Netzdruck, bei großen Leitungsstrecken oder zur Einhaltung hygienischer Strömungsgeschwindigkeiten im Trinkwassernetz.
In der Abgrenzung zu Heizungspumpen dürfen Trinkwasserpumpen niemals aus unlegiertem Grauguss gefertigt sein, da der ständige Sauerstoffeintrag im offenen Trinkwassernetz rasch zu starker Korrosion und Rostwasser führen würde. Alle Materialien müssen den KTW-Leitlinien und der UBA-Positivliste für Trinkwasser entsprechen.
Worauf achten
Die gesamte Installation unterliegt den strengen Hygieneanforderungen nach DIN 1988 und TrinkwV. Stagnationswasser in Totleitungen muss zwingend vermieden werden.
Bei Druckerhöhungsanlagen muss vor der Pumpe ein vorschriftsmäßiger Systemtrenner oder Druckminderer sitzen, und das Netz muss vor Druckstößen durch ein trinkwasserzertifiziertes Membranausdehnungsgefäß geschützt werden.
Häufige Fragen
Aus welchen Werkstoffen bestehen Trinkwasserpumpen?
Verwendet werden ausschließlich korrosionsfeste Materialien wie Edelstahl, Rotguss oder zertifizierte Spezialkunststoffe.
Was unterscheidet Trinkwasserpumpen von Heizungspumpen?
Heizungspumpen bestehen aus Grauguss für sauerstoffarmes Wasser; Trinkwasserpumpen müssen lebensmittelecht und korrosionsfest sein.
Welche Aufgabe hat eine Trinkwasser-Druckerhöhung?
Sie gleicht zu niedrigen Leitungsdruck aus und sichert typischerweise rund 3 bis 4 bar Fließdruck an jeder Entnahmestelle.
Wie wird Stagnation im Trinkwassersystem verhindert?
Durch regelmäßigen Wasseraustausch, automatisierte Spülstationen oder kontinuierliche Zirkulation.