Was ist das / Wie funktioniert es
Eine Umwälzpumpe ist eine elektromotorische Strömungsmaschine in Nassläuferbauweise. Sie erzeugt keinen statischen Druck im System, sondern überwindet ausschließlich die hydrodynamischen Reibungswiderstände der Rohrleitungen, Formstücke und Ventile.
Moderne Hocheffizienz-Umwälzpumpen besitzen Permanentmagnetrotoren und eine integrierte Leistungselektronik. Sie erfassen kontinuierlich den Volumenstrom und den hydraulischen Widerstand und modulieren ihre elektrische Leistungsaufnahme selbsttätig im Bereich von typischerweise etwa 3 bis 40 Watt. Dadurch passen sie das geförderte Wasservolumen stufenlos an den variierenden Wärmebedarf des Gebäudes an.
Wann ist es sinnvoll
Umwälzpumpen sind essenziell für jede moderne Warmwasser-Zentralheizung, Flächenheizung und Kühldeckenanlage.
In der Abgrenzung zu Druckerhöhungspumpen arbeiten Umwälzpumpen in geschlossenen Druckkreisen, in denen der statische Vordruck (typischerweise etwa 1,5 bis 2,0 bar) auf beiden Seiten des Rades gleich aufliegt. Gegenüber alten dreistufigen Umwälzpumpen senken elektronisch geregelte Hocheffizienzpumpen den Jahresstromverbrauch typischerweise um etwa 70 bis 80 Prozent.
Worauf achten
Die Auslegung der Förderhöhe (in Metern Wassersäule, mWS, typischerweise 4 m, 6 m oder 8 m Maximalförderhöhe) muss auf die Rohrnetzberechnung des hydraulischen Abgleichs abgestimmt sein.
Eine überdimensionierte Pumpe führt zu Strömungsgeräuschen und unnötigem Stromverbrauch; eine unterdimensionierte Pumpe führt zu unterversorgten Heizkreisen. Das Heizungswasser muss nach VDI 2035 aufbereitet sein, um Magnetitabrieb an den Permanentmagneten des Rotors zu verhindern.
Häufige Fragen
Was bedeutet die Angabe 25-40 oder 25-60 bei Umwälzpumpen?
Die 25 steht für den Rohrnennweitenanschluss DN 25; die 40 bzw. 60 kennzeichnet die maximale Förderhöhe von typischerweise 4 bzw. 6 Metern.
Warum sammeln moderne Pumpen Magnetit an?
Permanentmagnetrotoren ziehen im Heizungswasser schwebende magnetische Eisenpartikel an; daher ist ein Schlammabscheider ratsam.
Wie spart eine Hocheffizienzpumpe Energie?
Sie drosselt die Drehzahl, wenn Heizkörperventile schließen, und benötigt im Teillastbetrieb typischerweise nur etwa 5 bis 10 Watt.
Welche Betriebsweisen stehen zur Verfügung?
Üblich sind Proportionaldruck (für Heizkörper), Konstantdruck (für Fußbodenheizungen) und feste Drehzahlstufen.